Archiv: März 2012

Klienten versus Patienten

27.03.2012 Biokinematik, Eigenmotivation, Selbstverantwortung Keine Kommentare

Selbstverantwortung übernehmen

Das biokinematische Training fordert meine Klienten. Zum einen, weil die Übungen ungewohnt sind, manchmal buchstäblich gegen den Strich gehen. Zum andern, weil sie in Bezug auf Schmerzen gefordert sind. Ihr Körper signalisiert ihnen anfangs klar, dass er seine gewohnten Bewegungsmuster nicht so leicht aufgeben wird – mit unangenehmen Körpersignalen, die auch mal Angst machen können und mit dem krampfhaften Klemmen, Festhalten von Muskelpartien.

Kurzum: Das Wissen meiner Klienten über Ihre Lebens- und Trainingsweise wird erst einmal umgekrempelt und auf den Kopf gestellt. Dadurch stossen sie immer wieder an ihre Grenzen physisch, wie auch psychisch. Sie sind gefordert anders zu denken, anders als sie es über Jahre gewohnt waren.

Dieses Engagement achte und schätze ich ausserordentlich!

Meine Klienten kommen Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr und geben ihr Bestes. Sie gehören zu der Sorte Mensch, die bereit sind, Eigen-Verantwortung für Ihre Gesundheit zu übernehmen. Sie üben regelmässig, bezahlen die Kurskosten aus eigener Tasche. Andere hingegen, machen sich zum Patienten, indem sie die Verantwortung einem Chirurgen, Arzt oder Therapeuten mit der Einstellung abgeben: „Hier bin ich. Mach mich bitte wieder gesund.“

Dieses Konsumverhalten kostet uns alle… Nicht nur monetär! Wann sehen wir endlich ein, dass nur wir selbst uns heilen können?

Trampelpfade oder Autobahnen im Gehirn?

26.03.2012 Barfuss, Eigenmotivation Keine Kommentare

Trampelpfad

Von Bewegungsmustern, Verhaltensmuster uvm.

Es ist nicht immer angenehm für mich, wenn mir mein Hund meine monotone Stimmung spiegelt. Anhand ihrer „Spazierlaune“ sehe ich, wie ich des Weges gehe: In meiner eigenen Gedankenwelt versunken – die Schätze am Wegesrand übersehend und das wunderbare Vogelkonzert überhörend.

Sind nicht Pausen dafür da Energie zu tanken? Wie denn, wenn man sich genauso wie im Büro verhält?

Glücklicherweise gelingt es mir, an Tagen wie diesem, mich und meinen Hund aus dem Alltagstrott zu wecken. Indem ich mich überraschend anders bewege und verhalte (einen unerwarteten Sprint hinlege, meinen Hund zu Kunststücken animiere, Stöckchen werfe). Pure Lebensfreude. Sie liebt es gefordert, angeregt zu werden! Unnötig zu erwähnen, dass dieses veränderte Verhalten ebenfalls einen direkten Einfluss auf meine Stimmung, meinen Energiefluss hatte.

Wie das? Durch meine blitzschnelle Handlungsweise (erkennen, denken, bewegen, reagieren) zündete ich ein neuronales Feuerwerk, welches sich wie eine Sauerstoffdusche auf mein Hirn auswirkte.

Durchbrechen Sie Routine-, Denk- und nicht zuletzte Bewegungsmuster regelmässig. Wecken Sie sich aus Ihrem Dornröschenschlaf. Steigen Sie aus, aus dem Alttagstrott! Führen Sie Bewegungen durch, die Sie selten bis nie machen: Kreisen Sie Ihren Kopf ruhig auch mal nach hinten, biegen Sie sich nach hinten und strecken Sie Ihre Wirbelsäule, wenn sie beispielweise vom Fahrrad absteigen oder vom Schreibtisch aufstehen. (Aber bitte achtsam und bewusst!) Ihr Körper reagiert vermutlich mit Gähnen – ein erwünschtes Zeichen neuen Energieflusses.

So einfach ist es, Ihr neuronales Netzwerk anzuregen sich frisch zu vernetzen und somit neue Trampelpfade anzulegen. Erwünschte Nebenwirkungen? Vitalität, Lebensfreude, Gesundheit und vor allem viel Spass.

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