Kategorie: Mental Training

Gedanken haben Macht. Wir haben Macht!

20.08.2017 Allgemein, Mental Training, Sport Mental Coaching Keine Kommentare

Sind Überzeugungen machtvoller als die Wirklichkeit selbst?

„Autsch!! Ohhh, neeeiiin! Ein Wespenstich und das genau in mein rechtes  Fingergelenk!“ Ich sah die Wespe noch mit ihrem Stachel an meinem Finger hängen und spürte unmittelbar danach wie sich das Gift ausbreitete.

Sogleich lief in meinem Kopf der Film ab: Wurst-Finger, ein dick angeschwollener kleinster Finger, plus Armgelenk und zu guter Letzt ein dicker, roter Unterarm! Ich sah das Bild deutlich vor mir. Auf dieses Bild folgten meine Gedanken begleitet von Emotionen wie Befürchtung, Ohnmacht und einer gewissen Verzweiflung: „Nein, das kann ich jetzt gerade überhaupt nicht gebrauchen. Ich sollte doch noch… dies und das. Oh, und dann juckt es wieder die ganze Zeit, so dass ich nicht konzentriert arbeiten kann – schlafen ist so erfahrungsgemäss auch schwierig. Mist! Mist! Mist!“

Als dann mein bewusster Verstand einsetzte, wurde mir klar, was ich mit diesem inneren Film und den damit verbundenen Überzeugungen anrichte – Selbsterfüllende Prophezeiung. Von klein auf wurde ich mit den entsprechenden Überzeugungen und Glaubenssätzen meiner Herkunftsfamilie konditioniert, dass Bremsen-, Bienen- und Wespenstiche mit riesigen, und vor allem unendlich juckenden Schwellungen begleitet sind. „Wir reagieren halt nun mal allergisch auf Insektenstiche“, hiess es immer und heisst es auch heute noch.

„Stopp!!!“ Sagte ich energisch und bestimmt! „Nein, jetzt nicht. Ich kann das nicht gebrauchen. Ich will das nicht. Und überhaupt: Ich bin immun gegen Wespenstiche! Ich bin immun gegen Wespenstiche!“ Diese Sätze wiederholte ich in etwa ähnlicher Form drei Mal und liess die Sache so auf sich beruhen. Wobei ich meinen Finger zusätzlich eine Zeitlang in kaltem Wasser kühlte.

Und siehe da: Mein kleinster Finger behielt die gewohnte Form. Den Einstich im Gelenk konnte man wohl erkennen – sonst aber gar nichts weiter. Einfach nichts. Nicht einmal ein kleiner Juckreiz.

Eine bewusste Entscheidung verändert die Wirklichkeit.

Für die Skeptiker und Realisten unter uns, die mit Berichten dieser Art nichts anfangen können, Folgendes:

Zwei Wochen später beim Mittagessen in den Bergen, legte ich meinen Arm auf den Tisch und zerdrückte unachtsam erneut eine Wespe! In ihrem Todeskampf stach sie mich unter das linke Armgelenk. „Ups. Nein, nicht schon wieder?!?! Das kann doch nicht wahr sein“. Doooch, es war wahr! Meinen Begleitern, schilderte ich ein paar Stunden zuvor mein eindrückliches Wespen-Erlebnis von vor zwei Wochen.

Nun kam ich – ist ja auch irgendwie verständlich –  unter Druck: Wenn diese Geschichte, nur durch meine bewusste Entscheidung, wiederholbar ist, ich also das Spiel des Anschwellens und Juckens nicht mitspiele, müsste ich es heute ganz einfach wiederholen können. Würde ich das schaffen? Ich muss gestehen, ich war mir dessen nicht sicher.

„Ok, ich nehme diese Herausforderung dankend an!“ Diesmal lief der Film nicht mehr ab, und ich traf wiederum die bewusste Entscheidung, mich aus dem alten Gedankenmuster zu lösen. „Ich will keinen Arm, der geschwollen ist und über Tage juckt! Ich kann das jetzt nicht gebrauchen und überhaupt: Ich bin immun gegen Wespenstiche! Ich bin immun gegen Wespenstiche!“ Und damit liess ich die Sache auf sich beruhen. Ab und an inspizierte ich meinen Unterarm skeptisch. Um mich zu „beruhigen“, wiederholte ich von Zeit zu Zeit die obigen Sätze.

Am Abend war klar: Es hat funktioniert! Es hat wirklich wiederum funktioniert! Zum zweiten Mal in meinem ganzen Leben, blieben die unangenehmen Symptome eines Wespenstiches aus.

Aufgrund von Überlieferungen unserer Vorfahren und den daraus resultierenden Überzeugungen, bewahrheiten sich unsere Vorstellungen – so krass, dass wir die Bilder aus den Erzählungen abrufen und sehen können.  Damit kreieren wir jedes Mal unbewusst Zustände und Szenarien, die nicht zwingend sein müssten.

Für mich hat sich dieser Satz bewahrheitet und ich werde ihn künftig beherzigen: ÜBERZEUGUNGEN SIND WIRKUNGSVOLLER ALS DIE WIRKLICHKEIT.

Gedanken haben Macht. Wir haben Macht!

Stress – Energievernichtung par excellence

23.09.2015 Allgemein, Biokinematik Training, Burnout, Eigenmotivation, Mental Coaching, Mental Training, Selbstverantwortung, Stress Keine Kommentare

Stress – Energievernichtung par excellence

Ich war gerade fertig mit meiner Lehre, als mich ein Bekannter mit den Worten „Bist du auch im Stress?“ begrüsste. Völlig befremdend über seine Wortwahl antwortete ich: „Im Stress?! Nein, ich habe einfach viel zu tun.“
Damals Ende der Siebzigerjahre avancierte das Wort Stress zum „In-Wort“. Es gehörte zum guten Ton, eine volle Agenda vorzuweisen und viel zu tun zu haben. Mit der Zeit bekam dieser „Trend“ und somit das Wort Stress einen negativen Touch.

Wie wirkt sich Stress auf dich aus?

Stress - EnergievernichtungDie Auswirkung von Stresshormonen erlebst du durch körperliche Anspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, durch das Zusammenziehen der Magengegend oder ähnliches. Mit der Anhäufung von stressigen Situationen werden diese „verspannten“ Körperteile zu deinen körperlichen Schwachstellen und reagieren immer heftiger, beispielsweise mit Migräne, Augenbrennen, Magenschmerzen, Sodbrennen, Verdauungsproblemen, Rückenschmerzen. Null-Komma-nichts werden deine Schultern, dein Kopf, dein Gang schwer, mühsam und anstrengend. Dieser körperliche Zustand beziehungsweise Gemüts-Zustand frisst Energie!

Die Glückshormone hingegen lassen dich eine Sache leicht, locker, freudig angehen. Du bist motiviert und freust dich, endlich zeigen zu können, was du gelernt hast, was du drauf hast. Im Mannschafts-Sport beispielsweise ist ein solcher Gemüts-Zustand unschwer an den Show-Einlagen für die Zuschauer erkennbar. In diesen Momenten tankst du Energie und erlangst du deine Motivation für weitere Projekte und Aufgaben.

Was hat Stress mit deinem Denken zu tun?

Jedes Mal wenn ein Impuls (Ereignis, Situation) auf uns einwirkt, kommt es zu einer Anspannung. Blitzschnell bewerten wir die Lage und kreieren, unserer Erfahrung entsprechend Gedanken. Diese können entweder konstruktiv oder destruktiv sein. Was heisst das genau? Entsprechend deiner Gedanken reagiert dein Gehirn mit einer Hormonausschüttung. Auf konstruktive Gedanken folgen Serotonin/Endorphine (Glückshormone) und destruktive Gedanken lösen Adrenalin/Cortisol (Stresshormone) aus.

Das heisst, auf einen Impuls (Gang zum Chef, kurze persönliche Vorstellungs-Runde…), eine Aufgabe oder Ereignis (Prüfung, Präsentation, Wettkampf) kannst du auf zweierlei Arten reagieren: freudig/begeistert (konstruktiv) oder unsicher/ängstlich (destruktiv).

In einer echten, lebensbedrohenden Gefahrensituation sind Adrenalin und Cortisol selbstverständlich unerlässlich und daher sehr konstruktiv! Ohne diese wären wir nicht in der Lage blitzschnell mit kämpfen oder fliehen zu reagieren. Ob du allerdings den Gang zum Chef, die persönliche Vorstellungsrunde als lebensbedrohende Gefahrensituation beurteilst, bleibt dir selbst überlassen.

Deine Gedanken kreieren deine Realität.

Neue Gedanken führen zu neuen ResultatenDeine Gedanken kreieren deine Wirklichkeit, denn die Energie folgt immer der Aufmerksamkeit. Daher bestimmt dein Denken auch, wie glücklich, erfolgreich, leistungsfähig, gesund du bist/bleibst. Und mit deinem Denken entscheidest du in jedem Augenblick, ob du eine Aufgabe mit energieraubender Willenskraft und Anstrengung erledigen willst oder aber mit einer energietankenden, leicht, lockeren Art bewerkstelligen möchtest.

Daher schule dein Bewusstsein, bleibe bei dir und höre auf die Signale deines Körpers. Auf ihn kannst du vollumfänglich vertrauen. Fühlt es sich schwer, mühsam und anstrengend an, stimmt etwas nicht. Fühlst es sich hingegen leicht, beschwingt, gelöst an, machst du es richtig.

Zeit für eine nachhaltige Veränderung?

Es gibt viele Möglichkeiten, dein Denken und somit dein Leben zu verändern. Ruf mich an und sichere dir einen Termin für ein Erstgespräch. 076 443 95 39 – Désirée Holenstein, zert. Sport Mental Trainerin