Kategorie: Walter Packi

Embodiment – vom Körper in die Seele

08.05.2015 Allgemein, Biokinematik, Biokinematik Training, Rückenschmerzen, Schmerzen, Stress, Walter Packi, wingwave Coaching Keine Kommentare

Embodiment – vom Körper in die Seele

Baumstamm BiokinematikNichts deutete darauf hin, dass es heute eine ganz spezielle Biokinematik Sitzung würde. Alles lief routinemässig ab, Anamnese, theoretische Einführung in die Biokinematik, anschliessend die ersten „Gehversuche“ mit den ungewohnten Übungen. (Mein neuer Klient wollte seine Rückenschmerzen, die sich jedoch vor allem mit Schmerzen im linken Bein und Fuss bemerkbar machten, mit der Biokinematik loswerden.)

„Ah, da kommt mir noch in den Sinn… Genau, ich habe noch vergessen zu erwähnen, dass…“ Während der Sitzung erhielt ich laufend neue Hinweise von meinem Klienten, die sich fürs weitere Vorgehen als wichtig erwiesen. Mein Bild für die Ursache des „Übels“ wurden immer klarer: Der Zehenmittelknochen war vor gut einem Jahr gebrochen – zwei Monate Krücken gehen mit der einhergehender Schonhaltung; die neue, weichere Matratze mit dem beweglicheren Bett-Rost trugen natürlich alle zur Symptom Verschlimmerung bei.

Emotionale Ereignisse im Körper gespeichert

Als ich seinen Fuss untersuchen wollte, schreckte mein Klient reflexartig zurück! „Schmerzt das so?“ meine erstaunte Reaktion. „Nein, überhaupt nicht. Die Berührung fühlt sich äusserst komisch an!“ Nein, diese Berührung halte ich unter keinen Umständen aus! – schloss ich aus seiner nonverbalen Kommunikation. Seine Augen waren weit aufgerissen. Am liebsten wäre er geflohen! „Sie haben Angst.“ stellte ich fest. In diesem Moment fing er an am ganzen Leib zu zittern. „Ja, das habe ich! Darf ich mich hinlegen?“ hörte ich ihn sagen.

Damit passte ich mein Coaching der neuen Situation an. Ich packte ihn mit zwei Decken warm ein und begann sogleich mit einer Klopftechnik, die beiden Hirnhälften zu synchronisieren.(Hemisphären-Synchronisation) – ein Teil aus dem wingwave Coaching).

Eingefrorenes auflösen – Transformation

Mein Klient durchlebte die Verletzungs-Situation (Zehenknochenbruch), mit all den unterdrückten, eingefrorenen Gefühlen und Schmerzen nochmals. Ich begleitete ihn „auf seiner Reise“ mit meinem Klopfen und motivierenden Worten des Durchhaltens. Nach einer circa sechs-minütigem Wechselbad der Gefühle beruhigten er und sein Körper sich zusehends. Schliesslich reckte und streckte sich mein Klient genüsslich, gähnte und konnte auch schon wieder lachen.

DSCN1615„Was meinen Sie, kann ich mir Ihren Fuss nun ansehen?“ Langsam tastete ich mich vor und berührte seinen Fuss an der heiklen Stelle. „Kein Problem mehr. Die Angst ist weg. Und: meine Oberschenkel, mein Gesäss fühlen sich viel lockerer an.“ notierte mein Klient freudig. Nun folgte die Probe auf Exempel: Aufstehen, herum gehen. „Wie fühlt sich das Gehen jetzt für sich an?“ „So gut gehen konnte ich schon lange nicht mehr.“ Es folgte ein Reframing (umdeuten von etwas Positivem), damit sich sein neues, lockereres Körpergefühl von innen heraus verstärkt.

Nach dieser Intervention ist ein Grossteil der physischen Arbeit bereits geleistet. Aufgrund seines Loslassen Könnens, konnten die Muskeln meines Klienten ebenfalls loslassen. Folglich ist der Energieaufwand für die Biokinematik Übungen um einiges weniger geworden. Man stelle sich vor, was für ein Kampf es ohne diese „Vorarbeit“ zwischen dem Unterbewussten und der Ratio geworden wäre.

 

Hexenschuss – zum Letzten!

09.09.2013 Allgemein, Barfuss, Biokinematik, Biokinematik Training, Eigenmotivation, Muskuläre Dysbalance, Rückenschmerzen, Schmerzen, Walter Packi Keine Kommentare

Seit dem „Schuss“ in meinen unteren Rücken sind inzwischen zwei Wochen verstrichen. Letzte Woche war ich bereits wieder fähig, sämtliche Bewegungs-Lektionen ohne körperliche Einschränkungen oder Schmerzen geben zu können. Dafür bin ich äusserst dankbar!

Natürlich erfuhr ich die unterschiedlichsten Reaktionen von meinen Kunden… 😉

Mein Beispiel zeigt lediglich, dass auch ich und mein Körper ständig in Bewegung sind. Selbst ich bin vor Zwischenfällen, wie diesen nicht gefeit – was einen Teil meiner Kursteilnehmer offensichtlich beruhigte. Der Unterschied zu meinen Klienten liegt vermutlich darin, dass ich verstehen kann, weshalb ich mir einen Hexenschuss zugezogen habe. Und, dass ich mich deshalb nicht aus der Ruhe bringen lasse. Denn ich arbeite mit dem Schmerz und finde so heraus, welche Übungen Erleichterung und zu guter Letzt eine nachhaltige Verbesserung bringen.

Schmerzen zeigen lediglich eine Störung in der Geometrie des Körpers an – nicht mehr und nicht weniger. So einfach ist das!

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