Impulse & Wissen

Angst, Stress und Entzündung – was im Körper passiert

Wenn wir Angst empfinden oder uns bedroht fühlen, reagiert unser Körper mit einer uralten biologischen Stressreaktion. Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet. Gleichzeitig werden Prozesse aktiviert, die das Immunsystem und Entzündungsreaktionen beeinflussen.

Kurzfristig ist diese Reaktion sinnvoll: Sie hilft uns, schnell zu handeln und auf Gefahr zu reagieren.

Problematisch wird es, wenn dieser Zustand chronisch wird.

Denn dauerhafter Stress kann dazu führen, dass im Körper vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe – sogenannte Zytokine* – aktiv sind. Viele Studien zeigen inzwischen, dass anhaltender Stress mit Schmerzen, Erschöpfung und verschiedenen körperlichen Beschwerden in Zusammenhang stehen kann.


Wenn Sicherheit spürbar wird

Das Nervensystem kennt nicht nur Alarm, sondern auch Regulation.

Sobald wir uns sicher fühlen, übernimmt stärker der Parasympathikus – jener Teil des Nervensystems, der für Erholung, Regeneration und Verdauung zuständig ist. Der Vagusnerv spielt dabei eine zentrale Rolle.

In solchen Momenten verändern sich auch Prozesse im Gehirn und im Körper. Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin oder GABA** unterstützen Ruhe, Motivation und emotionale Stabilität.

Viele Menschen erleben dann auch, dass sich Spannungen im Körper reduzieren und Schmerzen nachlassen können.


Bedrohung entsteht nicht nur im Aussen

Interessant ist, dass unser Nervensystem nicht nur auf reale Gefahren reagiert.

Auch Gedanken, Sorgen oder innere Bilder können Stressreaktionen auslösen. Das Gehirn verarbeitet viele dieser Signale ähnlich wie tatsächliche Bedrohungen.

Das bedeutet nicht, dass Gedanken „eingebildet“ sind – sondern dass unsere Wahrnehmung direkt mit unserem Körpersystem verbunden ist.

Wer ständig in Sorgen, Problemen oder Katastrophenszenarien denkt, hält sein Nervensystem unbewusst länger im Alarmmodus.


Regulation statt Dauerstress

Die gute Nachricht: Unser Nervensystem ist lernfähig.

Durch einfache Regulationsimpulse kann der Körper immer wieder zurück in einen Zustand von Sicherheit und Ruhe finden.

Beispiele dafür sind:

Atemregulation
Langsames, bewusstes Ein- und Ausatmen kann das Nervensystem beruhigen.

Achtsamkeit
Die Aufmerksamkeit bewusst in den gegenwärtigen Moment zu bringen reduziert gedankliche Stressspiralen.

Expressives Schreiben
Gedanken und Gefühle ungefiltert aufzuschreiben kann entlastend wirken.

Loslassen und Vergebung
Alte emotionale Spannungen festzuhalten kostet Energie. Viele Menschen erleben Erleichterung, wenn sie innerlich Frieden mit vergangenen Situationen schliessen.

Es geht dabei nicht um Perfektion – sondern um kleine Momente der Regulation im Alltag.


Unterstützung durch Coaching

Manche Stressmuster sitzen tiefer und lassen sich alleine nur schwer verändern.

In meiner Arbeit nutze ich unter anderem wingwave Coaching, eine Methode, die mentale und körperliche Prozesse miteinander verbindet. Ziel ist es, Stressreaktionen schneller zu regulieren und neue innere Stabilität zu entwickeln.

Viele Klientinnen und Klienten erleben dadurch, dass sich nicht nur ihr emotionaler Zustand verändert, sondern auch körperliche Spannungen deutlich nachlassen.


Fazit

Wenn unser Nervensystem dauerhaft im Alarmmodus bleibt, kann das körperliche und emotionale Beschwerden verstärken.

Umgekehrt gilt aber auch:

Sicherheit, Regulation und innere Ruhe beeinflussen die Physiologie unseres Körpers positiv.

Je besser wir lernen, unser Nervensystem zu regulieren, desto mehr entsteht Raum für Erholung, Klarheit und Gesundheit.


Quelle

Artikel über den Zusammenhang von Angst und Entzündung:
https://www.naturstoff-medizin.de/artikel/wie-angst-und-entzuendungen-zusammenhaengen/


*Zytokine sind Botenstoffe des Immunsystems. Sie helfen den Zellen miteinander zu kommunizieren und steuern unter anderem Entzündungsreaktionen im Körper.

**GABA (Gamma-Aminobuttersäure) ist ein beruhigender Botenstoff im Gehirn. Er hilft, die Aktivität von Nervenzellen zu dämpfen und unterstützt Entspannung und innere Ruhe.

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